DER FALL MARIA bei „Menschen hautnah“ im WDR Fernsehen

„……Maria ist gerade 12 Jahre alt, als sie Bernhard H. (53) im Netz kennenlernt. Im Mai 2013 steigt sie zu ihm ins Auto und ist seitdem verschwunden. „Ein Alptraum, aus dem ich schnell aufwachen möchte“, sagt ihre Mutter, die noch vier weitere Kinder hat. Der Fall macht bundesweit Schlagzeilen. International wird nach Maria und Bernhard H. gefahndet. Es geht um Kindesentzug und schweren sexuellen Missbrauch. Maria ging freiwillig, da ist sich die Polizei nach Auswertung der Chatprotokolle sicher. Sie lebte ein Jahr lang eine heimliche verbotene Beziehung zu dem vierzig Jahre älteren Mann, nicht nur im Netz. Die beiden trafen sich regelmäßig. Monate sind seit ihrem Verschwinden vergangen, doch die Polizei tappt immer noch im Dunkeln. Weder die europaweite Fahndung noch die intensive Suche der Mutter via Facebook bringt Maria zurück…………………………..Die Dunkelziffer dieser Straftaten ist hoch. Zu groß ist die Scham der jungen Menschen, in die Chatfalle getappt zu sein. Selten vertrauen sie sich ihren Eltern oder der Polizei an. Die Anbahnung von sexuell motivierten Kontakten zu Kindern und Jugendlichen im Netz – das Cybergrooming – ist strafbar. Polizei und Justiz hinken der virtuellen Realität hinterher. Wer Kinder im Netz anspricht, kann erstaunlich unbehelligt agieren. Eine unkontrollierte virtuelle Spielwiese für Sexualstraftäter, die für junge Menschen zur Falle werden kann. Und oft bleibt es nicht beim Kontakt im Netz. Die Täter drängen zu realen Verabredungen, auf die sich manche Jugendliche ohne Argwohn einlassen.

Redaktion: Ulrike Schweitzer
Autorinnen: Britta Reinke und Nicole Rosenbach

Ausschnitt aus der Sendung „Menschen hautnah“ WDR, 06.03.2014

Die ganze Sendung hier:

 

https://www.youtube.com/watch?v=HDxe1QYP3Dg

 

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